+++ Pressemitteilung +++

E-Mail in der Zeit nach der Firewall – wie Unternehmen sich dennoch schützen können

Berlin, 14. Oktober 2016

Seit einigen Wochen werden NSA-Tools im Internet angeboten, mit denen bisher als sicher bewertete Firewalls und VPN-Verbindungen namhafter Anbieter unbemerkt gehackt werden können. Angreifer erhalten unbegrenzten Zugriff auf Unternehmensdaten innerhalb fremder Firmennetze. Nur professionelle, weitreichende Verschlüsselung bietet echten Schutz. E-Mail stellt dabei besondere Anforderungen.

„Shadow Brokers“ (Schattenmakler) nennt sich die Vereinigung, die die neuen NSA-Hacking-Tools am 15. August für 1 Million Bitcoin im Internet angeboten hat. Einzelne funktionale Elemente wurden zeitgleich kostenfrei geleakt. Ehemalige NSA-Mitarbeiter schreiben die Entwicklung der Werkzeuge gegenüber US-Medien der NSA zu, auch Edward Snowden teilte diese Einschätzung auf Twitter.

zertificon auf der it-sa 2016

Auch KMU geraten ins Visier
Software lässt sich sehr einfach vervielfältigen und unbegrenzt häufig verwenden. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Preise für die NSA-Tools auf dem Schwarzmarkt mittelfristig fallen werden. Das bedeutet, dass mit größerer Verfügbarkeit der Spionagesoftware nicht nur große Konzerne, sondern auch der Mittelstand und kleinere Firmen ins Visier von Cyberkriminellen geraten werden.
Wie ernst das Thema ist, zeigt auch die Einschätzung der Bundesregierung: „Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die „frei verfügbaren Hacking-Werkzeuge“ auf technische Plausibilität geprüft und kam zu dem Schluss, dass es sich um funktionierende und bisher teilweise nicht bekannte Werkzeuge handele“.

Professionelle Verschlüsselung schützt
So mächtig die NSA-Tools auch sein mögen, sie scheitern doch an professionellen Verschlüsselungslösungen.
Beim Berliner E-Mail-Verschlüsselungsspezialisten Zertificon wurde mit Organizational End2End ein Konzept entwickelt, welches die aufwändige und fehleranfällige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für E-Mails einfach, zuverlässig und überhaupt erst unternehmenstauglich macht. E-Mails sind dann auch innerhalb der eigenen Firewall geschützt und auf Servern und in der Mailbox verschlüsselt abgelegt. Mit einer solchen Lösung wäre beispielsweise der Bundestags-Hack im Sommer 2015 ohne Wirkung geblieben. Verschlüsselte Daten sind als Beute für Cyberkriminelle wertlos – ein effektiver Schutz auch vor den NSA-Tools im Zeitalter nach der Firewall.


Artikel im PDF-Format herunterladen